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Beikost – Verstopfung, Bauchschmerzen und Unverträglichkeit beim Baby: Hilfe und Tipps

14. März 2018

Unsere Geschichte

Mit Klein J habe ich nach Vol­len­dung des 6. Monats mit der Beikost begonnen.
Wie in vie­len Rat­ge­bern emp­fohlen, haben wir zuerst mit reinem Gemüse­brei (Karotte pur) ges­tartet, dann mit Gemüse-Kartof­fel­brei und anschließend mit Gemüse-Fleisch-Brei weit­ergemacht. Rel­a­tiv schnell hat­ten wir die ersten Prob­leme mit mas­siv­en Bauch­schmerzen, Ver­stop­fung und Koliken bei Klein J.
Plöt­zlich waren wir in den Abend­stun­den und auch in der Nacht mehrere Stun­den mit Herum­tra­gen und Beruhi­gen beschäftigt, weil Klein J Ver­stop­fung und schlimme Blähun­gen hat­te. Sie wand und krümmte sich. Es musste eine Lösung her.

Meine Suche nach einer Lösung

So habe ich Büch­er gewälzt, andere Müt­ter und den Kinder­arzt gefragt (kein­er kon­nte mir helfen), online recher­chiert und ver­schiedene Dinge aus­pro­biert, bis ich eine Lösung für unsere Bauch­schmerzen fand.

Als erstes stieß ich auf die sehr hil­fre­iche Web­seite http://www.wunderbarekinder.com/2010/03/10/hilfe-bei-verstopfung/.
Hier erfuhr ich davon, dass Lebens­mit­tel stuhlreg­ulierend, stuhlfes­ti­gend (also „ver­stopfend“) und stuh­llock­ernd wirken (kön­nen).

Lösungsansätze

Liste führen

Ab diesem Zeit­punkt begann ich für einige Tage Liste darüber zu führen, was Klein J aß und was ihr schmeck­te – und was anschließend zu Ver­dau­ung­sprob­le­men führte und was nicht. So bekam ich rel­a­tiv schnell einen guten Überblick, was sie verträgt und was nicht.

Karotten sind stuhlfestigend

Dabei habe ich beson­ders einen “Übeltäter” aus­gemacht: Karot­ten.
Lei­der kom­men Karot­ten in den meis­ten Gemüse-Gläschen mit Gemü­sein­halt vor und wer­den im Großteil der von mir gele­se­nen Rat­ge­ber als erstes Lebens­mit­tel im Rah­men der Beikoste­in­führung emp­fohlen.
Nach­dem ich Karot­ten weg ließ, hörten die Ver­dau­ung­sprob­leme inner­halb kurz­er Zeit auf und mein Kind hat­te wieder nor­malen, regelmäßi­gen Stuhl­gang.

Heute weiß ich auch von anderen Müt­tern, dass diese Prob­leme mit Karotte (und manche auch mit Kartof­feln) bei der Beikoste­in­führung hat­ten.
Aber, und das ist der Punkt: Ich weiß heute auch, dass Klein J eine Unverträglichkeit gegenüber Karot­ten hat.

Wichtig ist zum Beispiel, dass auch ich auf Karot­ten verzichte, da ich noch stille. Das heißt z.B., dass ich keinen Karot­ten-Apfel-Saft mehr trinke oder keinen Karot­ten­salat esse. Denn wenn ich das tue, hat unser Kind wieder Beschw­er­den und wir ein paar seeehr anstren­gende Stun­den oder Tage.
Auch wenn laut neuesten Ken­nt­nis­sen Mut­ter­milch aus dem Blut der Mut­ter gebildet wird und die meis­ten Lebens­mit­tel, die die Mut­ter isst, damit eigentlich keine Auswirkun­gen auf das Kind haben — bei uns trifft das auf Karotte nicht zu. Esse ich Karotte, geht es meinem Kind schlecht.
Bei Zwiebeln und Knoblauch, die ich aß bzw. esse, merke ich hinge­gen keine neg­a­tiv­en Auswirkun­gen.

Mehr stuhlregulierende und stuhllockerende Lebensmittel

Deut­lich bess­er ging es meinem Kind, als ich fol­gende stuhlreg­ulierende und stuh­llock­erende Lebens­mit­tel regelmäßig auf den Speise­plan set­zte:
Kür­bis, Kohlra­bi und Zuc­chi­ni. Viele Kinder lieben Kür­bis — so ist dieser das ide­ale Gemüse, mit dem man starten kann!
Die let­zten bei­den führten dazu, dass mein Kind inner­halb von 1–2 Stun­den Stuhl­gang hat­te.
Auch kleine Men­gen Fenchel halfen dabei, meinem Kind die Ver­dau­ung zu erle­ichtern. Bei Fenchel und Kohlra­bi muss man aber vor­sichtig sein — bei­de Gemüs­esorten haben von Natur aus einen hohen Anteil an Nitrat, was für dein Kind in großen Men­gen unge­sund ist.

Wirkung von Lebensmitteln auf die Verdauung

Um euch einen besseren Überblick über die mögliche „Wirkung“ ver­schieden­er Lebens­mit­tel im Rah­men der Beikost zu geben, habe ich eine Tabelle mit ein­er Auswahl an Lebens­mit­teln angelegt. In der Tabelle habe ich ver­merkt, welche Lebens­mit­tel meine Tochter mochte und welche bei ihr entwed­er zu Ver­stop­fung oder zu Stuhl­gang führten.
Diese Tabelle kön­nt ihr euch gerne hier herun­ter­laden: Lebensmittel_Verstopfung_Bauchweh_Beikost_Blähungen_Karotte_Brei

Es ist eine Excel-Tabelle, die ihr nach Belieben für eure Bedürfnisse abän­dern und durch eigene Lebens­mit­tel und Vor­lieben ergänzen und fort­führen kön­nt.
Denn natür­lich ist jedes Kind unter­schiedlich: Jedes Kind hat andere Vor­lieben und auch die Ver­dau­ung ist bei dem einen Kind bess­er oder bei dem anderen weniger gut.

Medikamente bei Verstopfung und Bauchweh

Bevor ich übri­gens die Ernährung bei Klein J umstellte, habe ich ihr auf Empfehlung von Fre­un­den Biga­ia Tropfen * verabre­icht. Diese wirk­ten nach 1 Woche und es war das einzige, was uns in dieser schwieri­gen Zeit half. Die Tropfen halfen aber nur, wenn ich sie direkt vor dem Stillen gab (d.h. ich habe sie 5 Min vor dem Ein­schlaf­stillen verabre­icht). Die Wirkung der Tropfen zeigte sich nach 1 Woche. Um meinem Kind den Stuhl­gang zu erle­ichtern, verabre­ichte ich zudem Carum Carvi Zäpfchen, * welche uns auch sehr gut halfen.

Wie oben erwäh­nt, fand ich irgend­wann übri­gens auch her­aus, dass es bei eini­gen Lebens­mit­teln hin­sichtlich des Nitrat­ge­haltes etwas zu beacht­en gilt.
Darüber berichte ich in einem anderen Artikel.

Dieser Bericht und die Tabelle sollen euch nur Anre­gun­gen und Tipps geben. Er hat keinen Anspruch auf Voll­ständigkeit.
Ich bin kein Ernährungsspezial­ist und auch kein Arzt, son­dern berichte von meinen eige­nen Erfahrun­gen ;-).

Schreibt mir doch mal in den Kom­mentaren:
Gab es bei euren Kindern Prob­leme bei der Beikoste­in­führung oder lief alles rei­bungs­los?
Wenn ihr Schwierigkeit­en hat­tet, wie haben sich diese geäußert? Habt ihr etwas geän­dert bzw. was hat euch geholfen?
Hat euch mein Artikel weit­erge­holfen oder hat euch etwas gefehlt?
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