Wie du dein Kind beim Sprechen förderst
Sprachentwicklung

Wie du das Sprechen deines Kindes fördern kannst – Ab der Geburt bis 2 Jahre

19. September 2018

In diesem Artikel erfährst du, wie du dein Kind beim Sprechen ler­nen unter­stützen kannst.
Du erfährst, wie dein Kind spielerisch neue Wörter lernt und mit dir bzw. anderen weit­er in Kom­mu­nika­tion treten kann.

Bei allen genan­nten Vorschlä­gen möchte ich beto­nen, dass diese so früh wie möglich zum Ein­satz kom­men dür­fen (z.B. ab 6 Monat­en). Bitte habe jedoch im Hin­terkopf, dass jedes Kind indi­vidu­ell ist – manche laufen früher, manche später, manche reden viel, manche lange nichts – nichts muss, alles kann. Daher bin ich ein großer Befür­worter davon, das Kind ganz ohne Druck an das The­ma Sprache her­anzuführen.


Für Kinder von 0–2 Jahre

 

Musik

Was ich für die Entwick­lung von Sprache bei Kindern für am bedeut­sam­sten halte, ist Musik. Dies zeigt nicht nur meine Erfahrung, son­dern wird auch von Wis­senschaftlern und Experten betont.

Her­vorheben möchte ich, dass es sich um kindgerechte Musik in dein­er Mut­ter­sprache han­deln sollte, die möglichst von ein­er Bezugsper­son gesun­gen wird.
Heavymet­al in spanis­ch­er Sprache von einem dem Kind frem­den Sänger im TV über­tra­gen halte ich per­sön­lich also für weniger kinder-geeignete Musik zum Sprechen­ler­nen ;-).


Wie kannst du Musik zur Sprachförderung in eurem Alltag einsetzen?

Hier einige Beispiele aus meinem All­t­ag mit Kind:


Situation 1:

Mein Kind läuft freudig mit nack­ten Füßen über die Wiese vor unser­er Ter­rasse.
Ich sage zu meinem Kind:
„ Schau mal, du läuf­st mit deinen Füßen über das Gras. Wie fühlt sich das Gras an? Kitzelt es dich an deinen Füßen? Macht das Spaß?“
Anschließend singe ich das Volk­slied: „Grünes Gras, grünes Gras, unter meinen Füßen. Hab‘ ver­loren meinen Schatz, werd‘ ihn find­en müssen. Such‘ ihn hier, such ihn da,…“.
Von diesem Volk­slied find­et ihr hier eine – zugegeben­er­maßen – eher schlechte Ver­sion (nur damit ihr wisst, von welchem Lied ich hier spreche).

Situation 2:

Ich bin mit meinem Kind im Zoo und wir beobacht­en einen Bären in seinem Gehege.
Ich sage zu meinem Kind:
„ Siehst du dort den Bär (dabei zeige ich auf das Tier)? Er liegt auf dem Stein und schläft, er ist müde.“
Anschließend singe ich dieses Kinder­lied : „Unser klein­er Bär im Zoo, der schläft ganz tief fest. Er schnar­cht mal laut, mal leise, nach der Bären­weise, doch wenn unser Bär erwacht, dann schaut mal, was er macht.“

Situation 3:

Mein Kind ist offen­sichtlich sehr müde, es reibt sich die Augen.
Ich sage zu meinem Kind:
„Du bist müde, sooo müde. Du sagst „Mama, ich möchte schlafen“.
Dazu singe ich das Lied „Klein J bist du müde? Klein J was ist los mit dir…? Abge­wan­delt und angelehnt an dieses Lied.

Lege dir ein­fach einige Kinder­lieder, Volk­slieder oder deutschsprachige Lieder, die z.B. im Radio liefen, zu, die du auswendig kannst und die du immer wieder singst, wenn du im All­t­ag auf etwas hin­weisen möcht­est, was eine Par­al­lele zu dem jew­eili­gen Lied hat.

Wann immer du singst, soll­test du möglichst langsam und deut­lich sin­gen, wie der bekan­nte Kinder­lied-Kom­pon­ist Detlev Jöck­er in diesem Video erk­lärt.

Übri­gens: Ich bin kein guter Sänger. Und ja, auch ich komme mir manch­mal selt­sam vor, wenn ich meinem Kind vorsinge (vor allem in der Öffentlichkeit). Aber viele Kinder lieben es, wenn man ihnen etwas vors­ingt und es ist ihnen meist piepe­gal, wie „gut“ man sin­gen kann! 🙂

 

Warum ist Musik für den Spracherwerb hilfreich?

Musik geht vie­len Kindern „unter die Haut“ und löst Glücks­ge­füh­le aus.
Was mit pos­i­tiv­en Gefühlen verknüpft ist, bleibt bess­er im Gedächt­nis haften.

Der Neu­ro­bi­ologe Ger­ald Hüther ist überzeugt: „Musik ist Kraft­train­ing für Kinder­hirne“.

(…) Aus neu­rowis­senschaftlich­er Sicht spricht alles dafür, dass die nut­zlos­es­te Leis­tung, zu der Men­schen befähigt sind – und das ist unzweifel­haft das unbeküm­merte, absicht­slose Sin­gen – den größten Nutzef­fekt für die Entwick­lung von Kinderge­hir­nen hat.

 

Kinder verknüpfen in ihrem Gedächt­nis häu­fig eine Melodie zusam­men mit ein­er Sit­u­a­tion und/oder Worten (sehen, fühlen, hören, riechen). Indem du deinem Kind vors­ingst, lernt es spielerisch ein Wort mit einem Tier/Gegenstand o.ä. zu verknüpfen.

Musik bein­hal­tet außer­dem häu­fig Reime und schult ssomit das Gefühl für Sprache und Rhyth­mus.

 

Mit dem Kind von Angesicht zu Angesicht sprechen

Beson­ders hil­fre­ich ist es, wenn du dich beim Sprechen deinem Kind direkt zuwen­d­est. Sprich am besten in direk­ter Nähe mit ihm. Beispiel­sweise, wenn das Kind auf dem Wick­eltisch liegt und dein Gesicht frontal über ihm zu sehen ist.
Warum? Kinder lesen – ähn­lich wie manche Gehör­lose – Worte von den Lip­pen ab. Dies beobachte ich tagtäglich bei meinem eige­nen Kind – es schaut mir konzen­tri­ert auf die Lip­pen, wenn ich mit ihm spreche und formt par­al­lel mit seinen Lip­pen die Worte nach (laut­los).

 „Um sprechen zu ler­nen, schauen (…) Babys ihren Eltern auf den Mund. Danach blick­en sie ihnen wieder in die Augen. Es ist dem­nach wichtig, mit seinem Kind von Angesicht zu Angesicht zu reden.“
Süd­deutsche Zeitung (Quelle)

 

Zudem haben Stu­di­en gezeigt, dass sich echt­es Ler­nen erst dann ein­stellt, wenn Kinder direkt ange­sprochen wer­den.
Umgekehrt bedeutet das auch: Kinder nehmen häu­fig nicht beson­ders viel von dem mit, was Erwach­sene untere­inan­der (z.B. am Handy) besprechen.

 

Keine Übergangsworte, sondern Erwachsenensprache

Sprich mit deinem Kind von Anfang mit „richti­gen“ Worten und nutze keine Über­gangs- oder Verniedlichungsworte, wie „dudu/dudi“ (Schnuller) oder „heia machen“ (sich schlafen leg­en).
Es ist zwar nicht ver­w­er­flich, zu Beginn der Sprachen­twick­lung mal ein „hast du dir aua gemacht?“ zu sagen. Aber die Frage sollte bess­er „kor­rekt“ gestellt oder begleit­et wer­den (hast du dir weh gemacht?/wo tut es dir weh?/hast du dich verletzt?/hast du Schmerzen?).

 

Trage dein Kind

Ich glaube, dass Kinder, die getra­gen wer­den, oft „näher am Geschehen“ sein kön­nen und auf diese Weise mehr erleben. Wenn du mit jeman­dem sprichst, ist dein Kind mit zunehmen­dem Alter fast auf Augen­höhe von dir. Es kann somit stärk­er bei der Kom­mu­nika­tion zwis­chen dir und anderen dabei sein. Du kannst an Tiere, Gehege, Pflanzen u.ä. oft­mals näher mit dem Kind her­antreten, als es mit einem Kind, das im Kinder­wa­gen sitzt, möglich ist.

Auch Her­bert Renz-Pol­ster, ein bekan­nter Kinder­arzt und Buch-Autor, meint:

Eine Vielzahl wis­senschaftlich­er Unter­suchun­gen weisen darauf hin, dass das Tra­gen von Säuglin­gen die Entwick­lung des Kindes fördern und die Eltern-Kind-Kom­mu­nika­tion unter­stützen kann.

 

Kinder ler­nen umso bess­er, je mehr sinnliche Erfahrun­gen mit der Welt sie sam­meln (Quelle find­et ihr hier).

Diese “sinnlichen Erfahrun­gen” sind in ein­er Tragehilfe/in einem Trage­tuch manch­mal ein­fach­er umzuset­zen.

Wenn du keine Trage­hil­fe hast oder keine nutzen möcht­est, ver­suche doch mal, das Kind im Kinder­wa­gen zu euch zu drehen. Eine Studie hat gezeigt, dass Eltern mehr mit ihren Kindern kom­mu­nizieren, wenn das Kind im Kinder­wa­gen in Rich­tung der Eltern blickt.


Das Kind nicht korrigieren

Wenn dein Kind etwas falsch ausspricht, kor­rigiere es nicht.
Anstatt dessen wieder­hole liebevoll (nicht kri­tisierend) auf kor­rek­te Weise, was dein Kind gesagt hat (dies nen­nt man kor­rek­tives Feed­back).

Hier einige Beispiele:

Situation 1:

Mein Kind sieht ein Fahrrad und sagt „Auto, da“.
Ich erwidere: „Stimmt, da ste­ht ein Fahrrad. Mit einem Fahrrad kann man fahren, ähn­lich wie mit einem Auto“.

Situation 2:

Mein Kind schiebt seinen Teller weg und sagt „leer gesse“.
Ich sage: Du hast alles aufgegessen. Hat es dir geschmeckt?“

 

Warum ist es wichtig, das Kind nicht zu korrigieren?

Ein (neg­a­tives) Kor­rigieren des Kindes führt oft zum Gegen­teil: Das Kind kann sich zurück­gewiesen fühlen und sich gegebe­nen­falls sprach­lich sog­ar eher zurückziehen. (Quelle find­et ihr hier)

Wer­den die Fehler ständig kor­rigiert, so wer­den Sie dem Kind erst bewusst gemacht. Es wird dadurch die Freude am Sprechen ver­lieren und wird gehemmt, sich sprach­lich zu äußern.“

 

Stell‘ dir ein­fach vor, du wärst das Kind: Was würde dich mehr ermuti­gen? Jemand, der dich (mit erhoben­em Zeigefin­ger) kor­rigiert oder jemand, der dir san­ft und ermuti­gend seine Mut­ter­sprache näher bringt?


Einsatz von Gebärden

Ich habe mehrere Monate die soge­nan­nte Babyze­ichen­sprache genutzt, um meinem Kind die Sprache über Gebär­den näher zu brin­gen. Meine Tochter hat allerd­ings nur sehr wenige Gebär­den aktiv benutzt und anstatt dessen von jet­zt auf nach­her mit dem Sprechen begonnen. Daher hat der Ein­satz von Gebär­den für uns per­sön­lich nicht viel Nutzen gebracht. Auch die App zur Babyze­ichen­sprache finde ich nicht gelun­gen (viel zu wenig Begriffe).

Es gibt aber Eltern, die damit sehr gute Erfahrun­gen gesam­melt haben (z.B. hat Kat­ja Sei­de von Deutsch­lands größtem Eltern­blog „Das gewün­scht­este Wun­schkind aller Zeit­en treibt mich in den Wahnsinn“ die Baby Gebär­den­sprache für eines ihrer Kinder als sehr hil­fre­ich emp­fun­den).

Auch zuge­hörige Kurse soll es geben, die ggf. für die Sprachen­twick­lung eur­er Kinder inter­es­sant sein kön­nten.

 

Dem Kind möglichst viel erklären

Ver­suche, deinem Kind die Umwelt und möglichst viele alltägliche Gegen­stände bzw. Sit­u­a­tio­nen möglichst häu­fig und detail­liert zu beschreiben.
Nimm dir die Zeit, so viele Dinge wie möglich zu erk­lären.

Das kann z.B. so ausse­hen:

Situation 1:

Wir kom­men nach­hause, mein Kind zeigt auf unseren Briefkas­ten und sagt „da“.
Ich antworte: „Das ist ein Briefkas­ten. In den kann die Post Briefe für uns ein­wer­fen. Lass uns mal nach­se­hen, ob wir heute Post von Oma Bibi bekom­men haben.“

(So bess­er nicht: Mit „Briefkas­ten“ oder „Genau da“ antworten. Selb­st der Satz „Das ist ein Briefkas­ten“ dürfte für dein Kind noch zu wenig Erk­lärungs­be­darf bein­hal­ten, denn nun weiß es immer noch nicht genau, was der Sinn und Zweck dieses Dings ist ;-)).

Situation 2:

Wir kom­men nach­hause und die Mül­lab­fuhr ist ger­ade dabei, die Müll­ton­nen zu leeren.
Ich nehme mir die Zeit (auch wenn ich müde bin und Hunger habe), mir den Prozess mit meinem Kind anzuschauen.
Dabei erk­läre ich: „Schau mal, das sind Müll­ton­nen. In den Müll­ton­nen liegt viel Müll. Das da ist die Mül­lab­fuhr. Sie hat die Auf­gabe, die Müll­ton­nen zu leeren. Sieh mal, jet­zt wer­den die Müll­ton­nen hochge­hoben, gekippt und der Müll wird in das Auto geladen. Jet­zt sind die Müll­ton­nen leer. Wollen wir mal zusam­men in eine Müll­tonne rein­schauen?“.

 

Die Perspektive des Kindes einnehmen

Ver­suche, öfters mal die Per­spek­tive deines Kindes einzunehmen.
Z.B. indem du dich fragst “wie kön­nte ich mich fühlen?”. Oder indem du das Essen pro­bierst, das dein Kind ver­schmäht oder dich flach mit dem Rück­en auf den Boden legst, um zu sehen, was dein Kind sieht.

Auf diese Idee brachte mich eine Fre­undin, die mir kür­zlich erzählte, dass ihre Tochter (1 Jahr alt) mehrere Minuten verzweifelt ihrer Mut­ter ver­suchte, etwas in “Babysprache” mitzuteilen.
Die Fre­undin ver­stand das Kind erst, als sie auf die Knie ging und auf Höhe des Kindes in die Rich­tung blick­te, in die das Kind deutete.
Dort, in ein­er Ecke, nur aus dem Blick­winkel des Kindes sicht­bar, lag der heißgeliebte Schnuller der Tochter :-).

 

Für Kinder von ca. 11 Monate bis 2 Jahre (ab dem Zeitpunkt, an dem sie laufen und mehr interagieren können)


Kind in den Alltag einbinden

Auch wenn es manch­mal anstren­gen­der sein mag: Nimm dein Kind zu möglichst vie­len dein­er All­t­agsak­tiv­itäten mit, z.B. zum Einkaufen.
Erk­läre deinem Kind dabei, was du als näch­stes tust: „Jet­zt laufen wir zum Regal in der Mitte, dort liegen die Bana­nen“.

Wenn dein Kind schon selb­ständig laufen kann, kannst du es auch in deine Einkauf­s­rou­tine ein­binden. Z.B. kön­ntest du sagen “Suchst du bitte mal das Müs­li- siehst du es schon? Holst du mir mal die Nudeln aus dem Regal“?

Für den All­t­ag eignet sich auch her­vor­ra­gend ein Montes­sori Lern­turm, damit das Kind mit dir zusam­men arbeit­en kann. Mith­il­fe des Lern­turms nehme ich meine Tochter über­all hin mit, seit­dem sie laufen kann – in die Küche, zum Hän­de­waschen, zum Wäsche aufhän­gen,… Auf diese Weise lernt sie spielerisch alltägliche Worte, wie Mehl, Geschirr spülen, Pfan­nen­wen­der u.ä.

Eine Anleitung für den Lern­turm find­et ihr z.B. hier oder hier.

 

Dinge in einen Zusammenhang bringen

Ver­suche, für dein Kind alltägliche Dinge sprach­lich in einen Zusam­men­hang zu brin­gen, damit es deren Nutzung und Sinn bess­er ver­ste­ht.

Hier einige Beispiele mit meinem Kind:

Situation 1:

Ich koche, während ich mein Kind direkt dabei habe (z.B. in ein­er Trage­hil­fe oder auf einem Lern­turm).
Dabei sage ich: „Schau mal, hier haben wir Spaghet­ti. Und hier ste­ht der Topf. Jet­zt lege ich die Spaghet­ti in den Topf, damit wir sie kochen kön­nen“.

 

Situation 2:

Wir sehen ein Kind, das weint.
Ich sage zu Klein J gerichtet: „Schau mal, das Kind weint. Es kullern Trä­nen über sein Gesicht (dabei zeigst du auf sein Gesicht und ahmst die Trä­nen nach). Das Kind ist trau­rig.“
Indem du dein Kind auf Emo­tio­nen ander­er hin­weist, förder­st du gle­ichzeit­ig das Empathiev­er­mö­gen deines Kindes, was für seine Entwick­lung von großer Bedeu­tung ist.

Mehr dazu kannst du hier nach­le­sen.

 

Mit dem Kind aus dessen Perspektive sprechen

Wenn dein Kind mit dir spricht, dann kannst du das, was es dir mit­teilt, in „sein­er Sprache“ wieder­holen.

Einige Beispiele:

Situation 1:

Mein Kind zeigt auf dem Sofa sitzend auf ein Kuschelti­er, das auf den Boden gefall­en ist und sagt dabei „Couch Affe runter falle“.
Ich erwidere: „ Du sagst: „Mama, der Affe ist vom Sofa auf den Boden gefall­en“. Soll ich ihn dir aufheben?“

 

Situation 2:

Mein Kind heult laut auf, weil ich ihm einen Gegen­stand weg­nehme. Da ich genau weiß, warum das mein Kind verärg­ert, sage ich: „Du sagst: „Mama, ich bin ent­täuscht, dass du mir das Mess­er weg­n­immst. Es hat mir Spaß gemacht, damit zu spie­len. Gib es mir bitte wieder“. Nein mein Schatz, das Mess­er ist sehr scharf und ich habe Angst, dass du dir weh tust, wenn du es in der Hand hältst. Schau mal, du kannst dieses Mess­er (Anmerkung: kindergeeignetes, stumpfes Spielmess­er) hier benutzen.“

 

Einsatz von Büchern

Das ist eigentlich der Klas­sik­er unter den Sprachen­twick­lungsmeth­o­d­en: Du kannst Büch­er nutzen, um deinem Kind auf spielerische Art und Weise Begriffe und Wörter näher zu brin­gen.

Eine Zeit lang habe ich z.B. Büch­er mit Tier­bildern mit in den Zoo genom­men. Wenn wir einen Tiger im Gehege gese­hen haben, habe ich auf das entsprechende Bild im Buch gezeigt und dazu gesagt „Das ist ein Tiger“.

Du find­est sich­er noch andere Möglichkeit­en, wie man Sprache über Büch­er trans­portieren kann (ganz abge­se­hen vom Vor­lesen und gemein­samen Büch­er anschauen).

 

Kindgerecht sprechen und richtig zuhören

Ver­suche mit deinem Kind zu sprechen, als würdest du mit einem älteren Kind oder einem Erwach­se­nen sprechen, der deine Mut­ter­sprache nicht beherrscht. Das bedeutet:

 „Acht­en Sie darauf, dass Sie alle Worte klar und deut­lich aussprechen. Sprechen Sie langsam (…). Ver­wen­den Sie häu­fig gebrauchte Wörter und sprechen Sie in ein­fachen, aber kor­rek­ten und voll­ständi­gen Sätzen.“
Julia Oehmen, Team der Logopädis­chen Prax­is Julia Oehmen

 

Wichtig ist, dass du auch deinem Kind richtig zuhörst, wenn es mit dir kom­mu­niziert und Rück­fra­gen stellst (auch wenn dein Kind noch nicht antworten kann und du dir dabei vielle­icht komisch vorkommst).

 

Reduziere das Fernsehen

Es gibt Belege dafür, dass häu­figes Fernse­hen (beson­ders von Sendun­gen mit schlechtem Sprachge­brauch, wie z.B. den Tele Tub­bies) die Sprachen­twick­lung von Kindern nicht fördert, son­dern sog­ar behin­dern kann. Denn oft­mals spricht das Kind während des Fernse­hens nicht (es hat also weniger Möglichkeit­en seine Sprache zu nutzen). Und es kann sich schnell daran gewöh­nen, sich berieseln zu lassen. (Quellen hier und hier)

 

Begleitung der Sprachentwicklung

Ins­ge­samt habe ich mich bei der Begleitung der Sprachen­twick­lung stark an die Herange­hensweise von Kat­ja Sei­de alias Snowqueen vom „Gewün­scht­esten Wun­schkind“ angelehnt, die hier beschrieben wird. Allerd­ings haben wir die Babyge­bär­den dabei zum großen Teil wegge­lassen und nur die Grun­didee zur Kom­mu­nika­tion mit dem Kind über­nom­men.

 

Quellen:

https://www.kisp.de/medium-musik/

http://www.win-future.de/downloads/lernenprofdrhuetherclaudiahaase.pdf

https://www.t-online.de/leben/familie/kleinkind/id_64165286/sprechen-lernen-grafik-zeigt-sprachentwicklung-von-kindern.html

https://www.sueddeutsche.de/bildung/wie-kinder-sprechen-lernen-warum-erwachsene-den-nachwuchs-nicht-staendig-korrigieren-sollten-1.1265091

https://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Besser-lernen-ohne-Babysprache-id28823367.html

https://www.sueddeutsche.de/bildung/wie-kinder-sprechen-lernen-warum-erwachsene-den-nachwuchs-nicht-staendig-korrigieren-sollten-1.1265091

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