Baby wann müde und schlafen
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Wie erkenne ich, ob und wann mein Kind müde ist?

6. April 2018

Als meine Tochter auf die Welt kam, dachte ich, dass man bei Babys doch deut­lich erken­nen könne, wenn sie müde sind. Dann wür­den sie sich die Augen reiben. Oder ein­fach ein­schlafen.
Aber weit gefehlt! Kinder zeigen Müdigkeit oft anders, als wir Erwach­se­nen, beson­ders dann, wenn sie wenige Monate alt sind.
Deshalb müssen wir oft genauer hin­guck­en und ler­nen, die “Zeichen” unseres Kindes zu ver­ste­hen:

1) Viele Kinder reiben sich mit den Hän­den über das ganze Gesicht, beson­ders dann, wenn sie noch sehr klein sind.
2) Mit zunehmen­dem Alter, wenn die Koor­di­na­tion der Hände bess­er funk­tion­iert, reiben sich Kinder bei Müdigkeit die Nase. Die Nase ist dann auch oft rötlich.
3) Manche reiben bzw. juck­en sich auch an bzw. hin­ter den Ohren oder um die Ohren herum. Weswe­gen es übri­gens auch einige Eltern gibt, die ihren Kinder­arzt fra­gen, warum sich das Kind ständig an den Ohren juckt ;-).
4) Häu­fig wer­den die Augen klein/dünn, rötlich und/oder glasig.
5) Das klas­sis­che Müdigkeit­sze­ichen „Augen reiben“ kommt oft­mals erst bei etwas älteren Kindern (bei meinem Kind mit ca. 8 Monat­en) oder wenn die Kinder schon sehr, sehr müde sind. Die anderen Zeichen zeigen sie häu­fig etwas eher.
6) Je älter die Kinder, desto mehr drehen sie auf, wenn sie merken, dass sie müde sind. Mein Kind wurde z.B. mit 10 Monat­en, wenn es müde wurde, richtig aufgekratzt. Ist wie eine Rakete durch die Woh­nung ger­obbt, hat alles auseinan­der genom­men. Hätte man keine Erfahrung mit Kindern, kön­nte man meinen, das Kind sei noch längst nicht müde, son­dern quick­fi­del. Aber das Gegen­teil ist der Fall. Wenn ich mein Kind dann ins Bett bringe, kann es von 100% auf 0% herun­ter­fahren und ziem­lich schnell ein­schlafen. Echt faszinierend.
7) Viele Kinder fan­gen auch an zu qui­etschen oder in hohen Stimm­la­gen zu brabbeln, wenn sie müde sind.
8) Viele Kinder weinen, quen­geln oder schreien laut, wenn sie müde sind bzw. bevor sie ein­schlafen (das ist völ­lig nor­mal und in der Regel auch alter­sadäquat).
9) Sehr viele Kinder suchen, wenn sie müde wer­den, die Nähe zu ihrer Bindungsper­son (zum Beispiel) der Mut­ter, zum Beispiel wollen sie auf den Arm und kuscheln.
10) Und zuguter­let­zt bekom­men viele Kinder, wenn sie müde wer­den, Hunger. Sie ver­lan­gen nach dem Fläschen oder wollen gestillt wer­den.

Um deinem Kind beim Schlafen zu helfen, lese gerne auch den Artikel: Hil­fe, mein Baby schre­it! Oder: Wie man ein Kind beruhi­gen kann.
Dort find­est du auch — unab­hängig vom Schreien — Tipps, wie man Babys das Ein­schlafen erle­ichtern kann.

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